23
Apr
Ein Dankeschön, soll auf diesem Wege erstmal an alle gehen, die an mich zu meinem Geburtstag gedacht haben. Ein paar E-Mails liegen noch ungelesen herum und viele zu viele Sachen warten auf Antwort, aber ich nehme mir nicht die Zeit dazu. :/ Eine neue Null, aber alles war wie gestern. Also wie im letzten Jahr, dass Kind in mir ist genauso alt wie vorher, nur der Unterschied zwischen ihm und meinem Lebensalter hat sich erhöht. *g*
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23
Apr
Endlich richtig Urlaub… Seit Anfang Januar bin ich fleißig am Arbeiten und hatte nur mal 2 Tage zwischendrin “frei”. Aber es geht bald mit Mathis zusammen für 6 Tage nach Riga, Lettland. Ein Zimmer und der Flug sind schon gemietet, jetzt heißt es also nur noch hinkommen und ausspannen.
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23
Apr
Übermorgen ist es schon soweit, es geht zum sogenannten Bergenstest. Dieser ist der norwegische Sprachtest in dem ich meine Fähigkeiten unter Beweis stellen will. 6 Stunden lang in einer Prüfungssituation sitzen, dass habe ich inzwischen schon fast verdrängt, aber zum Abi letztes Jahr war es auch nicht anders. Es wird also spannend. Im Bereich des lesens und hörens werden wohl kaum Probleme entstehen, aber die grammatikalisch schriftliche Seite ist einer Herausforderung. Wie immer habe ich erst zu spät angefangen, die Vorbereitung ernst zu nehmen, also mal schauen was draus wird. Immerhin werden wir zu viert ein Wochenende in Bergen verweilen, drückt also Samstag ab halb 9 die Daumen. 
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13
Apr
Heisann,
ich lebe immernoch und nun kommt mal wieder etwas geschreibsel dazu, also passend zu Ostern die Auferstehung.
Der Winter ist gut überstanden und inzwischen stehen überall bunte Frühjahrsblüher herum und die Sonne zeigt immer öfter ihr schönes Antlitz. Heute morgen zum Beispiel hat sie mir gute 30 Minuten vorm Aufstehen komplett ins Gesicht, sodass es mich fast geärgert hätte. Im Fjord anbaden gabs schon zum 1. April (kein Scherz!). Es waren zwar nur 10 Sekunden, aber eine gefühlte Ewigkeit.
Die letzte Woche war anders als gewöhlich und gehörte zu den Jahreshöhepunkt wie die Zeit zwischen den Jahren. Wir hatten “dugnad” was man vielleicht unter Subotnik kennt. Also kollektiver Arbeitseinsatz in der Umgebung. Zwei Tage Zweige verbrannt, mit Michael Bäume gefällt und eine Feuerstelle hergerichtet. Das darf ich auf meinem persönlichen Konto verbuchen.
Die Wahrnehmung verschiebt sich wenn man in den letzten 4 Tagen 3 Mal Sonntagsprogramm hatte. Aber gut morgen ist die Schlamperei auch überstanden und die Strukturen kommen wieder zurück.
Bis in bälde
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25
Dez
Komm erzähl’ mir was von morgen
und jetzt erzähl’ mir ich bin frei
— Jupiter Jones
Die Norweger haben seltsame, aber süße Bräuche. Gestern haben wir für die Tiere auf unserem Bauernhof gesungen und danach den Julenissen noch Grøt auf den Låven gestellt. Grøt war in diesem Fall Milchreis: “Etwas für die die innen wohnen und für die die draußen wohnen.” Gegen halb zwölf Nachts haben wir noch eine Fackeltour in den Wald gemacht und dort Kerzen an einer Waldtanne entzündet und etwas Gløgg getrunken schöne Sache das. Ach und an dich Lars: “Es ist die neue Seltsamkeit”, immer wieder. 
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24
Dez
An einem Weihnachtsabend
An dem niemand mich rief
Kam ein Freund in mein Zimmer
In dem ich schon schlief
Er nahm meine Hand
Er war mir bekannt
Seine Stimme war naturgemäß tief
In den Bäumen und in den Sträuchern
Regt sich ein Windhauch und bläst in mein Ohr
Heute bin ich glücklich wie niemals zuvor
Wir hatten was zu reden
Wie er so vor mir steht
Vor meinem Bett in der Ecke
Langsam wurde es spät — Tocotronic
… ist auf einmal alles anders als früher. Du sitzt in einem Wohnzimmer, dass irgendwie dein eigens ist, aber doch auch nicht so richtig. Ein Hund, den du eigentlich nicht magst, legt seinen Kopf auf dein Knie und du fragst dich, ob er versteht, was gerade in dir vorgeht. Du fragst dich, wo das Kind in dir geblieben ist. Damals war Weihnachten irgendwie anders. Du musstest dich um nichts kümmer, hast einfach nur auf das Mittagessen, die Wanderung, das Kaffeetrinken und die Geschenke gewartet. Keine Verantwortung, keine Gedanken, nur die Zeit, die scheinbar erst langsam und dann viel zu schnell verging. Und heute? Da stehst du in der Küche, wäscht ab, kochst essen und hast auch noch einen Mitbewohner im Überblick. Du stapfst schon nach dem Aufstehen, total müde und zerknittert in eine undefinierte ekelige Masse, die sich später als Hundekotze herausstellen soll. Leise fluchend, um die anderen nicht zu wecken, bist du nach oben gestapft um die Socken zu wechseln. Dann wollte das Frühstück deine komplette Aufmerksamkeit, war ja schließlich noch nicht fertig gewesen. Kaum gegessen, gehst du deinen Verantwortlichkeiten nach und fragst dich, was ist Weihnachten? Du bist den ganzen Tag beschäftigt, hälst die Maschinerie am laufen und holst sogar noch die Post. Damit ließ sich wenigstens Freude verbreiten, da deine Mitbewohner schon länger auf die Briefe, Karten und Pakete warten. Nun steckt also das Essen längst im Ofen und gart dort fröhlich vor sich hin. Zwei Punkte stehen noch auf dem Tagesprogramm und irgendwie fragst du dich, ob es nicht besser wäre einfach ins Bett zu gehen und den Song von Tocotronic weiter auf Dauerschleife zu hören. Der Text ist für dich nicht als fröhlich oder traurig einzuordnen, du kennst nur den Zusammenhang in dem der Sänger, die Worte aneinandergereiht hat. Irgendwie muntert es dich auf, dass er über seinen Schmerz damals hinweggekommen ist und ihm dieser Song vielleicht dabei geholfen hat. Kraft, ja die fließt in dich hinein und du wirst dich auf den Weg machen und dich in den Rest des Tages stürzen und die naiven Kindertage noch etwas vermissen. Es gibt dir ein gutes Gefühl, dich doch irgendwo weiterzuentwickeln und an deinen Aufgaben zu wachsen. Früher ist ein Teil in deinem Herzen, heute ist ein Teil in deinem Kopf und die Zukunft, tja die wirst du in deinem Körper erleben, bald!
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17
Dez
Ein Erfolgserlebenis, dass sich schon vor drei Wochen ereignet hat und heute mit den Ergebnissen aufwartet. Das Medizin-Kurs-Examen ist bestanden. Alle drei, die wir uns mit Pillen, Krankheiten und Gesetzen die Nächte um die Ohren geschlagen haben (ich nicht so sehr *g*), haben die 70 % Hürde genommen und somit nicht nur das erste Weiterbildungsexamen bestanden, sondern auch die erste Prüfung in norwegisch abgelegt. Da darf die Flasche Sekt, die hier noch in meinem Zimmer für genau solche Anlässe aufgehoben wurde, heute Abend gern dran glauben.
Dann noch eine entspannte Mittagspause gehabt. Erstes Buch ausgelesen “Wo die wilden Maden graben” von Nagel. Daraufhin zum Strand runter, in der hinter dem Berg verschwindenden Wintersonne noch drei Lieder Richtung Fjord geträllert (manche würden auch gegrölt sagen^^) und schon ist der Tag nahezu perfekt. Man hat das Gefühl Berge versetzen zu können und will die ganze Welt umarmen. Ich bin glücklich. 
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30
Nov
Die Zeit schreitet voran und nun ist schon der 1. Advent erreicht. Morgen bin ich genau 3 Monate bzw. 12 Wochen hier oben und bald ist Weihnachten erreicht. Seltsam dieses Zeitgefühl, dass sich schon mehr als ein Viertel meiner Zeit hier oben Vergangenheit nennen darf. Nun stehen schon bald der erste Urlaub und das 2. Introduktions-Seminar auf dem Plan. Beides kommt dann im Januar.
Gestern kam hier ein sehr merkwürdiges Rätselpaket an. Unerwartet und ohne Absender, vollgestopft mit Süßigkeiten und Kram den ich gerne esse. Seltsamerweise wurde es in Norwegen abgeschickt, der unbekannte Gönner dürfte aber aus der alten Heimat kommen. Mal schauen, ob mich ein Schriftvergleich auf eine bessere Spur bringt. 
Neben dem Rätsel für mich, soll nun auch eines für euch herhalten. Was drückt der Norweger aus, wenn er eine Norwegerin fragt: “Har du boller i oven?” Ist mir in die Hände gefallen, als wir Freitag “Mamma Mia” auf Englisch mit norwegischen Untertiteln gesehen haben. “Boller” sind übrigens normalerweise sowas wie Brötchen.
Ansonsten noch die Ankündigung, dass ich unter meiner deutschen Handynummer nicht mehr erreichbar bin, habe jetzt eine norwegische Mobiltelefonnummer.
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20
Nov
Inzwischen bin ich wieder gut zu Hause angekommen und gestern hat es angefangen zu schneien. Zwar bleibt der Schnee noch nicht liegen, aber mir wurde gesagt, dass morgen schon mit -5 Grad Celsius gerechnet wird und der sogenannte “Winter” dann losgeht. Bin gerade dabei meine Bettsachen umzuziehen, da ich vorrübergehend in einem andere Zimmer schlafen muss, weil ein Kollege heute in den Urlaub gestartet ist. Mal schauen wie die nächsten 3 Nächte werden, hoffentlich relativ erholsam.
Ansonsten bin ich gestern über ein angenehm zu lesendes CD-Review gestolpert. Entweder geht die scheußliche Tapete - oder ich von Jupiter Jones. Sehr angenehme Scheibe, die ich schon lange kenne und nun wieder neuentdeckt habe, da mir eine Songzeile eingefallen ist und mich auf die Suche nach Titel und Interpret gemacht habe.
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18
Nov
Viele Grüße aus der Nähe von Oslo. Ich sitze nun seit Freitag schon hier in Solborg und wir haben “Intro”-Seminar. Das heißt, wieder eine ordentliche Ladung Anthroposophie und Selbstfindung. Viele Fragen, die man vielleicht irgendwann mal beantworten kann. Der aktuelle Kaffeekonsum übersteigt meinen durchschnittlichen bistimmt um das 3-fache. Naja das hat man von 8 Stunden Nachtbus und 6 Stunden Oslo, bevor man dann am Ziel angelangt ist.
Gestern gab es eine interessante Einheit zum Thema innere Widerstände. Der werte Herr sprach von 3 Hauptwiderständen, die einem so inne wohnen.
- Stimme des Urteils (Kopf)
- Stimme des Zynismus (Herz)
- Stimme der Angst (Körper)
Interessante Sache das und wieder der anthroposophische Hauptgedanke der Selbstwahrnehmung um Kreativität zu entfalten. Doch alles ist nie so einfach wie es aussieht und so hat mir die ganze Selbstreflektion doch ganz schön zu schaffen gemacht. Manchmal sollte man nicht zu viel über sich nachdenken…
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